Ulrike Mohr

silent geometry

20. März – 18. April 2026

 

Vernissage  19. März 2026  18 – 21 Uhr

Finissage    18. April 2026  16 – 19 Uhr

Artist Talk    18. April 2026  17 Uhr

 

Ulrike Mohr, Abacus, 2025 carbonized willow branches, thread 45 x 29 cm (Detail) 

© Ulrike Mohr / VG Bild-Kunst, Bonn 2026 – Foto: Galerie Peter Gaugy



Ulrike Mohr setzt in silent geometry ihre Auseinandersetzung mit der Natur fort – als Zeichnung mit Zeit, Materialtransformation und ökologischer Zeitlichkeit. Die Werke entstehen in einem Prozess des Köhlerns, bei dem Holz sowohl zum Zeichenwerkzeug als auch zum skulpturalen Element wird.

 

Ihre neuen Arbeiten für ODALISQUE Berlin: Space for Art and Embodiment entfalten sich an der Grenze, an der die Natur sich der Ordnung widersetzt und das Chaos seine eigene zarte Geometrie offenbart.


Werkliste

  1. Lines, 2026
    Wandzeichnung, Holzkohle, Draht
    38 cm x 28 cm
  2. Notation of Work #8, 6.3.2026
    Aus der Serie "Notations" Holzkohle auf Papier
    51,5 cm x 43,5 cm x 10 cm
  3. Abacus, 2026
    Weidenholzkohle, Faden, geknotet
    42 cm x 32 cm x 16 cm
  4. Untitled, 2026
    8-teilige Raumzeichnung aus geköhlerten Palmenzweigen,
    Faden, geknotet, Maße variabel
  5. Notation of Thinking, Writing, Listening, #5, 2024 Aus der Serie "Arbeitsblätter"
    Gedrucktes Millimeterpapier, Kugelschreiber, Kohle, Tusche, Kohlepapier, Bleistift, Regentropfen
    50 cm x 60 cm
  6. Gefaltete Meter (I, II), 2011 Geköhlerter 100 cm Winkel-Zollstock
    Maße variabel


Biografie

Ulrike Mohr

Geboren 1970 in Tuttlingen

Lebt und arbeitet in Berlin 

 

Als Bildhauerin und Zeichnerin entwickelt Ulrike Mohr ihr Werk ausgehend vom Material selbst, das eng mit der Geschichte und dem Kontext eines jeweiligen Ortes verbunden ist. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Zeichnung und Skulptur, Installation und Raumzeichnungen. Ulrike Mohrs ephemere Anordnungen arbeiten in enger Kooperation mit Materialien wie Holz, Kohle, Salz, Wasser und Stein.

 

Ihre Arbeiten werden in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen sowie in institutionellen Kontexten präsentiert, darunter die 5. Berlin Biennale und die Momentum Nordic Biennial. Sie ist Preisträgerin mehrerer Auszeichnungen und hat eine Reihe öffentlicher Kunstprojekte sowie internationaler Artist-in-Residence-Aufenthalte realisiert, zuletzt am Nordic Artists’ Centre Dale, Norwegen, 2024.

 

Seit 2015 initiiert und leitet Mohr das interdisziplinäre, kollaborative Künstlerprojekt „WECHSELRAUM“ und ist Teil des Frontviews Collective Berlin, Haunt – einem Zentrum für Stadtökologie und Ausstellungsraum, das sich zeitgenössischer experimenteller Kunst und kritischem Diskurs widmet.