Ausstellungsdauer: 28. August – 24. September 2026
Öffnungszeiten Do – Sa 16.00 –18.00
Adi Oz-Ari
Black Moon #27
Black Moon – eine Serie von DIN-A4-Collagen
Die Arbeiten sind in eine obere und eine untere Hälfte unterteilt, wie zwei Bewusstseinsebenen. Der obere Teil basiert auf Fotografien aus Büchern, die geschwärzt und radiert wurden; Hintergründe, Gesichter und Körper sind bewusst unkenntlich gemacht. Zurück bleiben Stofffragmente – zerrissene, verschleierte Formen, die in einer schwarzen Leere schweben und ein Gefühl von Desorientierung und Unbehagen hervorrufen.
Der untere Teil speist sich aus Quellen, die den Krieg in Israel seit 2023 dokumentieren (Zeitschriften und Tageszeitungen). Die Elemente sind fragmentarisch und aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst – Körperteile, rissige Erde, von Fußspuren gezeichneter Sand, Schatten verschwundener Objekte –, wie plötzliche Rückblenden oder unzusammenhängende Assoziationen, Bruchstücke angstvoller Gedanken. Die Aufteilung der Fläche in diese beiden Zonen schafft Richtung und Schwere und bildet eine Art Horizontlinie.
Atalya Laufer
Fagment watercolor
Holding
Holding ist Festhalten. Und Verweilen.
Die Serie entstand aus Bildpassagen eines größeren Gemäldes, zu denen Atalya Laufer nach langer Zeit zurückkehrte. Farbe, Form und ausgeschnittene Kanten treten immer wieder in neue Beziehungen zueinander. Einige Arbeiten hängen gerahmt, andere direkt an der Wand. Der Bildrand markiert dabei nicht das Ende der Komposition. Bewahrt wird nicht das ursprüngliche Bild, sondern die Möglichkeit, weiterzuschauen.
Adi Oz Ari,
geboren 1968, ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die sowohl in Tel Aviv als auch in Berlin lebt und arbeitet. Sie erwarb einen MA an der Bezalel Academy of Arts and Design (2015), einen BA am
Beit Berl College (2012) sowie einen BA in Innenarchitektur am College of Management und einen B.P.T. an der Universität Tel Aviv (1992).
Im Mittelpunkt von Oz Aris künstlerischer Praxis stehen Druckgrafik, Collage und Fotografie; dabei konzentriert sie sich häufig auf die Transformation von Bildern im Wechsel zwischen verschiedenen Medien. Ihre Arbeiten erforschen Themen wie Körper, Schmerz und Trauma sowie die Art und Weise, wie sich diese durch Konzepte wie Schmerz, Verfall und Verlust manifestieren.
Zuletzt war sie Mitbegründerin von „Blick“, einem deutsch-israelischen Gemeinschaftsprojekt. Oz Ari hat ihre Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Israel präsentiert, unter anderem auf der Larnaca Biennale, im Rahmen des Projekts „Sukkot Mittweida“ Deutschland, kuratiert von Alexander Ochs, sowie an verschiedenen anderen Orten.
Atalya Laufer
lebt und arbeitet in Berlin. Sie arbeitet mit Zeichnung, Collage, Malerei, Künstlerbüchern und Installation. Sie studierte Fine Art am Central Saint Martins, University of the Arts London, sowie
Art in Context an der Universität der Künste Berlin (UdK). Künstlerresidenzen in Deutschland, Großbritannien und den USA haben ihre Arbeit geprägt. Ihre Werke befinden sich in privaten und
öffentlichen Sammlungen, darunter das Jüdische Museum Berlin, Central Saint Martins sowie die Sammlung von HRH The Prince of Wales.